Vernissage Ron Dideldum

Öffentliche Vernissage mit Apéro: Samstag 03. März 2018, 14.00 Uhr
Eintritt für alle Interessierten Gratis.

Um 14.15 Uhr findet eine live Performence mit Ron Dideldum und mit Roger Odermatt an der Sitar statt.

Die Ausstellung dauert vom 03. März bis 07. April 2018 und ist während den normalen Caféöffnungszeiten jeweils Dienstag bis Samstag von 8.30 bis 11.00 Uhr geöffnet.

 


 

Ron Dideldum

Ron Dideldum ist im Wiggertal kein unbeschriebenes Blatt.  Im vergangenen Jahr durfte er seinen 60. Geburtstag feiern. Dies nahm er zum Anlass, um sein Atelier der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und feierte mit einem „Apéroisum Delirium“. Zudem stellte er einen Monat lang gleichzeitig an drei unterschiedlichen Orten verschiedene Werke aus und führte im Oxil in Zofingen das eigens für diesen Anlass erschaffene Stück „Der imaginäre Gast“ vor. Nebst der umfangreichen Geburtstagsfeier hat Ron Dideldum viele andere Projekte. So erschafft er Bühnenbilder, ist Zauberer in Kinderspitälern und auf der Bühne und arbeitet an eigenen experimentellen Produktionen. „Ich habe mich ganz und gar den darstellenden Künsten gewidmet und möchte dabei den Hang zur Poesie aus längst vergangenen Tagen bewahren“, meint der Zofinger.

Nun hat der Zauberer ein neues Projekt in Angriff genommen. Ein Jahr lang möchte er jeden Tag mindestens eine Zeichnung zum Thema „Clowns“ kreieren. Im Frühling 2019 soll aus diesen Zeichnungen ein Buch entstehen. Dideldum, der sich selbst als freischaffender Traumbauer betitelt, erfindet in seinem Projekt Minimalgeschichten. „Aus meinem unerschöpflichen Ideenfundus hole ich täglich Neues, Verwunderliches, Skurriles, Nachdenkliches und treffe ab und zu den Nagel direkt auf den Kopf. Es sollen keine weltfremden Darstellungen sein, sie sind erstaunlich unabstrakt und manch einer erkennt sich selber wieder“, siniert Ron Dideldum.

Die Bilder sind skizzenhaft und scheinen schnell hingeworfen. In wenigen Minuten entsteht mit kühnem frechem Tintenstrich eine kleine, in sich verträumte Clownwelt. „Sitzt die Zeichnung nicht beim ersten Mal, beginne ich unter Umständen bis zu sieben Mal von Grund auf neu und verfolge so eine mir eigene Unperfektheit in der Perfektheit. Ich nenne das Dideldumismus“, lacht der Künstler.

Die zierliche Figur, welche auf jeder Zeichnung zu sehen ist, wirkt schmetterlingshaft zerbrechlich und winkt dem Betrachter augenzwinkernd und schalkhaft zu. Der Künstler erklärt: „Die Figur ist liebenswert, naiv und unpräzise. Sie ist lustig, nachdenklich und manchmal traurig, und ganz und gar menschlich. Sie ist ganz offensichtlich stellvertretend für den gewinnenden Verlierer in uns.“