Ausstellung Christoph Henzmann

Fotografie

Das Unscheinbare festhalten – Vögel im Siedlungsraum von Trimbach

Öffentliche Vernissage mit Apéro:
Samstag 17. Oktober 2020, 14.00 Uhr
Eintritt für alle Interessierten gratis.

Die Ausstellung dauert vom 17. Oktober bis am 14. November2020 und ist während den normalen Caféöffnungszeiten jeweils Dienstag bis Samstag von 8.30 bis 11.00 Uhr geöffnet. Die Ausstellung kann auch ausserhalb der offiziellen Öffnungszeiten besucht werden. Schreiben Sie uns dazu eine Email (buero@obristhof.ch) oder rufen Sie uns an (062 797 20 07).

WICHTIGE INFOS FÜR DIE VERNISSAGE VOM SAMSTAG, 17. OKTOBER: Wegen der momentanen Situation haben wir für diese Veranstaltung spezielle Massnahmen getroffen. Wir verzichten auf einen Apéro und es gibt nur Getränke. Da das Kulturcafé eher klein ist und wir möchten, dass Abstand gehalten werden kann, lassen wir die Besuchenden gestaffelt an die Ausstellung. Dazu bitten wir alle, welche an die Vernissage kommen möchten, sich via E-Mail bei Christoph Henzmann (chreschi@gmx.net) oder uns (buero@obristhof.ch) anzumelden. Ihr bekommt dann von uns eine Antwort, auf wann Ihr kommen könnt. Bitte gebt auch gleich Adresse und Telefonnummer an. Für die ganze Veranstaltung gilt eine Maskenpflicht. Wir danken Euch für das Verständnis und hoffen natürlich trotzdem auf zahlreiches Erscheinen!


Christoph Henzmann

„Volle Konzentration auf die Umwelt, Hören und Sehen immer wieder neu lernen, aufmerksam und ruhig auf das kleinste Detail achten, warten und mich in Geduld üben – das liebe ich an der Vogelfotografie“, sagt Christoph Henzmann. Der 39-Jährige ist Prorektor und Lehrer an der Kaufmännischen Berufsfachschule KBS Olten und fotografiert in seiner Freizeit erst seit wenigen Jahren. Durch seinen Beruf fand er damals zur Arbeit mit der Kamera. Als Kommunikationsbeauftragter im Berufsbildungszentrum in Olten brauchte er Bilder, um seine Texte zu illustrieren und fertigte diese gleich selber an, „quasi Pressefotografie war das“, lacht Henzmann. Als ehemaliger „Jungschärler“ war er schon immer mit der Natur verbunden und interessiert sich seit längerem für die Vogelwelt. So entwickelte sich Schritt für Schritt sein neues Hobby: „Heute ist die Vogelfotografie für mich der perfekte Ausgleich zum Berufsalltag.“

Während seinen Spaziergängen mit der Kamera beobachtet Christoph Henzmann hauptsächlich: „Es ist wichtig, die Natur und das Licht zu kennen und zu wissen, wie sich die Vögel verhalten, ernähren und welche Orte sie bevorzugen.“ Der Solothurner verzichtet darauf, die Tiere mit Futter an spezielle Plätzen zu locken oder „gute Äste“ aufzustellen, damit die Vögel darauf landen können. Er betont: „Die Vögel sind da, wo sie sind und ich gehe zu ihnen. Ich will nicht in die Natur und das Leben der Tiere eingreifen.“ Darüber hinaus will Henzmann mit seinen Bildern, die hauptsächlich in Trimbach entstehen, zeigen, wie gross die Artenvielfalt im Dorf ist. „Das Schöne liegt im Detail, das vor der Haustüre zu finden ist.“

Als Henzmanns Arbeitgeber ein neues Corporate Design erhielt, durfte der Hobbyfotograf gemeinsam mit einem Profifotografen arbeiten und so auf der technischen Seite enorm profitieren, was seine Motivation stärkte, im Umgang mit der Kamera besser zu werden. „Doch hauptsächlich motiviert mich die Schönehit und die Diversität der Vögel immer wieder, raus zu gehen und noch schönere Fotos zu machen.“ Bisher hat Christoph Henzmann über 30 Vogelarten in Trimbach mit der Linse eingefangen. „Es gibt noch einige, von denen ich nur schlechte Fotos habe, das ist mein Antrieb, genau nur auf diesen einen Vogel zu warten und ein gutes Bild zu bekommen. Meine Frustrationstoleranz muss dabei gross sein“, schmunzelt er. Spannend findet Henzmann nicht nur, welchen gefiederten Wesen er bei seinen Fotospaziergängen begegnet, sondern auch das Zusammentreffen mit Menschen: „Das sehr grosse Objektiv fällt auf. Wenn ich mitten im Dorf am Bach liege und warte, führt das oft zu lustigen Begegnungen. Interessierte Menschen fragen auch nach, wie es den Vögeln geht. Oder es laufen mir Ornithologen über den Weg, die viel besser Bescheid wissen als ich und die mir neue Sachen lehren.“

Im Obristhof zeigt Christoph Henzmann einige seiner schönsten Vogelfotografien. Er will damit auch darauf aufmerksam machen, welch schönen Tieren man im heimischen Quartier begegnet, wenn man die Augen offen hält. Und dass Naturschutz und Biodiversität vor der eigenen Türe beginnt und sich eben auch lohnt, damit man auch in Zukunft Artenvielfalt im Tierreich erhalten kann. „Wir müssen die Natur wahrnehmen, wo sie ist, nämlich um uns herum, genau hinsehen und zwar global denken, aber lokal handeln“, philosophiert Henzmann.